Kundgebung und Demo in Essen am 26.09.
Die Regierung greift an – und zwar auf allen Ebenen gleichzeitig.
Das neue „Reformpaket“ bedeutet: Wir arbeiten länger für weniger Rente. Befristungsverträge sollen bis zu vier Jahre möglich sein, Arbeitstage bis zu 13 Stunden lang – Prekarität als Programm. Wenn du krank wirst, musst du ab dem ersten Tag zum Arzt, Medikamente kosten mehr Zuzahlung. Krankenhäuser und Pflegebudgets werden zusammengestrichen, Tarifbindung in der Altenpflege ausgehöhlt – weniger Personal, mehr Druck. Wer zu wenig Lohn bekommt, verliert auch noch das Wohngeld.
Doch was sind die Auswirkungen und wozu das alles?
Deutsche Unternehmen verlieren international den Anschluss. Um das auszugleichen und die Profite der Aktionäre zu sichern sollen wir zahlen. Wir, die den Laden am Laufen halten, sollen mehr arbeiten für weniger Geld mit weniger Absicherung. Zusätzlich sollen in Zukunft die Wirtschaftsinteressen im Ausland mit der Bundeswehr durchgesetzt werden. Die Kriegsvorbereitung dient nicht unserer Sicherheit sondern der Kontrolle von Handelswegen, Rohstoffen, Absatzmärkten usw.
Das Geld, das bei uns gespart wird, fließt direkt in Panzer und Bomben. Aber was unsere Lebensgrundlage wirklich bedroht – der Klimawandel – ist den Herrschenden egal. 16.300 Menschen in Deutschland sind im Sommer nicht durch Putin umgebracht worden, sondern vor unseren Augen, in unseren Krankenhäusern, durch eine Hitzewelle. Aber statt Klimaanlagen in Intensivstation oder Maßnahmen die Waldbrände verhindern besteht die Regierung darauf fast ein drittel der Staatsausgaben in die Aufrüstung zu stecken. Alles um das System und die Profite der Reichsten zu sichern!
Das Reformpaket ist nichts anderes als Klassenkampf von oben. Wir müssen der Wahrheit ins gesicht sehen: Die sogenannte Sozialpartnerschaft ist krachend gescheitert. Die Geschichte „Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es allen gut“ ist eine Lüge.
Es braucht Widerstand!
Der Deutsche Gewekschaftsbund ruft zum 26.09. bundesweit zu Aktionen gegen den Sozialkahlschlag auf und organisiert eine kostenlose Anreise mit Bussen für alle die mitkommen wollen. In NRW gibt es eine zentrale Kundgebung in Essen.
Kommt mit uns nach Essen auf die Straße! Zusätzlich zur Kundgebung werden wir in Essen mit einer kämpferischen Demonstration durch die Innenstadt ziehen.
Meldet euch hier für die Kostenlose Anreise an:
https://nrw.dgb.de/mitmachen/aktionstag-sozialstaat
Lust bei der Vorbereitung der Demo zu helfen? Komm vorbei! 22.09. um 19 Uhr im Linken Zentrum Bonn.
Nach der Demo muss es weiter gehen! Aber wie? Das wollen wir besprechen am 28.09. um 19 Uhr im Linken Zentrum Bonn.